Mitten in der Ausbildung unserer Tauchschüler und kurz der theoretischen Prüfung mit den anschließenden, lang ersehnten echten Freiwassertauchgängen hat uns der Corona-Lockdown ziemlich hart ausgebremst. Nach der Zwangspause haben Rainer, Torben und Felix dann an einem passenden Corona-Konzept für die Tauchabteilung gebastelt, die Ausrüstung musste fachgerecht desinfiziert und persönlich zugeordnet und die Anzahl der Teilnehmer beim Training zunächst auf 10 reduziert werden. Für die Abteilungsleitung stand dann noch die große Frage im Raum, ob unter diesen Bedingungen überhaupt jemand zurzeit Interesse hat mit der Tauchausbildung weiterzumachen -und wurde sehr positiv überrascht. Als es dann Anfang Juni endlich wieder losging mit dem Training gab es erst einmal ein großes „Hallo“ und „Endlich wieder tauchen“. Abteilungsleiter Rainer hatte zusätzlich noch eine weitere Freibadzeit am Mittwoch zu unseren üblichen Montagen herausgehandelt und so konnten wir nun zweitägig mit der praktischen Ausbildung der Taucheranwärter buchstäblich bei Regen, Wind und manchmal auch Sonne mit voller Besetzung fortfahren. So viel Engagement sollte dann auch Mitte Juli mit dem Grundtauchschein für Regina Choitz, Robert Wetke, Jonas Mahlmann, Dr. Hartmut Scheuer mit Sohn Clemens belohnt werden. Glückwunsch dazu von uns allen, viele schöne Tauchgänge, immer eine sichere Heimkehr und dreifach „Glugg auf!“ Jetzt geht es erst richtig los.
Theorie und Ausbildung ist das eine – richtige Praxis das interessantere! Für einige von uns wurde der lang ersehnte, private Sommerurlaub z.B. auf Bali pandemiebedingt leider erst einmal verschoben. Da aber ein Taucher, der nicht taucht, nicht taugt haben wir uns alternativ mit den gut erreichbaren deutschen Binnengewässern in Nordhausen, Hemmoor u.a. eine angemessene Alternative für gemeinsame Tauchwochenenden gesucht.
Ende Juli zogen also Maren, Kai, Torben und Felix sowie „Seehund“ Leica mit Kochgeschirr und Zelt an den Südrand des Harzes nach Nordhausen um. Noch gleich am Freitagabend ging es dann zu einem Nachttauchgang bei dem wir uns von Kamberkrebsen, Hechten und Barschen bestaunen liessen. Für den Eintritt in die Unterwasserwelt reisten dann am Sonnabend noch Maik und Ann-Christin an. Im künstlich dort angelegten mittelalterlichem „Nordhusia“ sind wir dann in ca. 13m Tiefe durch die Häuser, über den Friedhof und in der Kirche getaucht. Bei weiteren Tauchgängen schwebten wir durch die „Kunst im See“ mit insgesamt sieben lebensgrossen Statuen und auch die Wracks der absichtlich versenkten „Galileo“ und „Charlotte 3“ haben wir betaucht. Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug mit insgesamt fünf Tauchgängen und dem Fazit das ruhig noch einmal zu wiederholen – vielleicht dann auch schon mit unseren neu ausgebildeten Tauchern.
Bleibt gesund und Glugg auf!
Text/Foto: Felix Heck