Die Wasserballer des Lehrter SV konnten sich in der allenfalls durchwachsenen Saison 2017/2018 zum Abschluss noch einen unerwarteten Saisonhöhepunkt gönnen: Nach dem geradezu sensationellen 7:6-Viertelfinalerfolg gegen Rekordgewinner SSV Union 06 Hannover hatte die LSV-Sieben erstmals seit 2006 wieder das Halbfinale im Bezirkspokal erreicht, welches mittlerweile im Rahmen eines „Final Four“ zur Austragung gelangt.

Gespielt wurde diesmal im Volksbad Limmer auf der Vereinsanlage des neuen deutschen Meisters Waspo 98 Hannover, und es ging abermals spannend zu: Bei der 5:7 (1:3, 2:1, 0:2, 2:1)-Halbfinalniederlage gegen den SC Hellas-99 Hildesheim III blieb aus LSV-Sicht im Schlussabschnitt anstelle des möglichen 6:6-Ausgleichs der Ball auf der Linie liegen, und erst  der letzte Angriff entschied die Partie zugunsten der Domstädter. „Da war mehr für uns drin“, ärgerte sich der scheidende Trainer Joachim Haake über mehrere leichte Fehler im Spielaufbau. Die Lehrter Tore warfen Juan Carlos Bafile (2), Vladislav Stengel, Ole Roth und Sören Giere.

Auch bei dem nur eine Stunde später folgenden Kampf um Platz drei hielt die LSV-Sieben gegen den bereits feststehenden Bezirksmeister TuS Syke nach einer Stunde Pause bis in das dritte Spielviertel einen 4:4-Gleichstand (18.), musste sich aber noch mit 6:12 (1:2, 0:2, 3:4, 2:4) geschlagen geben. „Da hat man auch gemerkt, dass uns an dem Wochenende drei Spieler gefehlt haben“, sagte Haake. Hier trafen der an diesem Tag gut aufgelegte Juan Carlos Bafile, Vladislav Stengel (je 2), Jens Behrens und Sören Giere.

Gastgeber Waspo 98 Hannover IV verteidigte bei besten äußeren Bedingungen den Titel durch einen 12:6-Finalsieg gegen Hildesheim. Für den Sommer 2019 wird der Lehrter SV eine Bewerbung zur Ausrichtung der Endrunde abgegeben, wo dann am im heimischen Freibad am Hohnhorstweg für einen Nachmittag der Wasserballsport im Blickpunkt stehen soll.