Am 12.07.2019 um 6.00 Uhr haben sich 6 LSV Cycler mit dem Rennrad auf nach Freyburg an der Unstrut gemacht. Eine 227 km lange Strecke lag vor uns. Trotz schlechter Vorhersagen, war der Wettergott uns gnädig, 18 Grad, bewölkt aber windstill, Start war der LSV Sportpark.

Richtung Peine haben wir in Bierbergen die zwei letzten „Biker“ eingesammelt und auf ging es…

Nach 40 km der erste Tiefschlag, Speichenbruch bei Jürgen. Aufgeben gab es nicht. Wir steuerten ein Fahrradgeschäft in Wolfenbüttel an.

Auf dem Weg dorthin, die zweite Panne, Platten am Hinterrad von Holger. Diese war aber schnell behoben und es ging weiter.

In Wolfenbüttel kam das Rad zur Reparatur und wir überbrückten die Zeit mit Kaffee und Kuchen. Leider war kein passendes Ersatzteil vorhanden und wir setzen unsere Tour nach einer guten Stunde mit einer Speiche weniger fort. Und es lief…

Zwischenzeitlich hatte sich unser Begleit- und Versorgungsfahrzeug mit Irene und Christoph auf den Weg gemacht und nahm unsere Verfolgung auf.

An der ehemaligen Grenze zur DDR wurde erst mal ein Gruppenfoto gemacht, das mussten wir festhalten. In der Zwischenzeit war auch die Sonne rausgekommen und es ging weiter nach Halberstadt. Dort wurden wir auf einem Parkplatz von Irene und Christoph empfangen.

Ein tolles Gefühl, nach guten 100 km von vertrauten Gesichtern empfangen und perfekt mit Wasser, Schorle, alkoholfreiem Weizenbier, Obst und Süßigkeiten versorgt zu werden.

Weiter ging es Richtung Quedlinburg. Reichlich Umleitungen und Baustellen zwangen uns zeitweise zum Tragen oder Schieben unserer Räder. Auch das Wetter wurde, wie die Straßenverhältnisse, wieder schlechter. Ein Gewitter mit starkem Regen brachte uns die zweite, nicht geplante Pause.

Danach ging es auf nassen Bundesstraßen, auf denen die LKW‘s und teilweise auch PKW’s besonders wenig Rücksicht auf uns nahmen und oft ziemlich dicht an uns vorbei schossen. Aber auch das haben wir ohne Zwischenfälle überstanden und ca. 60 km vor unserem Ziel erwarteten uns Irene und Christoph erneut.

Gut gestärkt nahmen wir die letzte Etappe in Angriff. Allerdings stand uns die längste Steigung noch bevor. Gute 2,5 km ging es stetig bergauf und so langsam merkten wir, was wir getan hatten.

Nun noch die letzten 24 km ab Querfurt. Und die zogen sich wie Kaugummi… jetzt noch 9,9 km und es wollte kein Ende nehmen. Aber dann, der letzte Anstieg vor Freyburg, der mit einer tollen Abfahrt belohnt wurde. Wir hatte es wirklich geschafft. Nach 227 km und einer reinen Fahrzeit von guten 10 Stunden, rollten wir in Freyburg ein.

Vor unserem Hotel wurden wir von unserem supertollen „Empfangskomitee“ erwartet. Elf weitere LSV Cycle Freunde warteten auf uns und freuten sich mit uns über unseren tollen Erfolg.

Mit was wir angestoßen haben brauchen wir wohl nicht zu erwähnen…. natürlich mit Rotkäppchen Sekt.

Bei einem gemütlichen Abendessen ließen wir den Tag ausklingen.

Am nächsten Vormittag, stand die Besichtigung der Sektkellerei „ Rotkäppchen“ auf dem Programm. Die 2-stündige Führung endete mit einer Verkostung von Wein und Sekt. Wir waren uns alle einig, der Weg nach Freyburg hatte sich gelohnt. Wir haben viel über die Entstehung der Sektkellerei und die Sekt- und Weinherstellung erfahren.

Danach wurde noch eine kleine Wanderung gemacht oder die tolle Umgebung mit dem Bus erkundet. Bei einem weiteren tollen Abendessen war auch der zweite Tag unseres Wochenendes zu Ende.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg nach Hause.

Vielen Dank an alle, die geplant, gejubelt und unterstützt haben. Besonders an Irene und Christoph für die perfekte Betreuung auf unserer Radtour. Herzlichen Dank an die LSV Triathleten, die uns den Radanhänger zur Verfügung gestellt haben. Vielen Dank an den Sportverein 06 Lehrte, von denen wir uns den Vereinsbus leihen durften und der Stadt Burgdorf, die uns durch Mac den zweiten Bus geliehen hatte.

Bericht: Andrea Mundhenke