Nach den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren hätte es gar nicht anders sein können: Wir fuhren mit unseren LSV-Senioren Anfang Dezember wieder im größten der Grund-Busse zum Adventsmarkt ins Weserbergland. Die Begrüßung während der Hinfahrt ließ die Senioren allesamt schmunzeln oder auch herzlich lachen, je nach Temperament, denn die Rede war von winterlich-weihnachtlichen Eindrücken. Ein Blick aus dem Busfenster zeigte anderes: Die Sonne schien bei sehr milden Temperaturen. Trotzdem freuten wir uns auf Schloss Hämelschenburg und den dortigen Adventsmarkt. Und wir wurden nicht enttäuscht.
In den angenehm geheizten Räumen der ehemaligen Wirtschaftsgebäude der Hämelschenburg war allerlei Kunsthandwerkliches zu sehen (und zu kaufen), und im Außenbereich wurden Glühwein, Bratwurst und sonstige kleine Gerichte angeboten. Ein kleines Blasorchester spielte weihnachtliche Musik – es war recht anheimelnd.
Ganz außergewöhnlich aber war die einstündige Führung durch die als Museum hergerichteten Räume im Parterre der Hämelschenburg. Wir wurden nicht nur durch die historischen Räume mit originalen, sehr alten Möbeln geführt, sondern auch durch die vergangenen Jahrhunderte. Unsere „Begleiterin durch Zeit und Museumsräume“ versprach uns Kino im Kopf und hatte damit nicht übertrieben. Sie verteilte die Rollen jener Adligen, die einst hier gelebt hatten, auf uns und betonte mehrmals: „Jahreszahlen brauchen Sie sich nicht zu merken.“ Die Führung war wie eine Show. Die Tour durch fast 600 Jahre Geschichte und Geschichten war so kurzweilig, dass wir uns nach einer Stunde wunderten, dass die Zeit bereits vorüber und die Führung beendet war.
Wir schlenderten danach noch einmal über den kleinen Adventsmarkt, und wer einen freien Platz im Café fand, sprach mit den Freunden bei Kaffee und Kuchen auch über die gerade erlebte Geschichts-Show.
Gegen 18 Uhr fuhren wir wieder zurück, und die munteren Plaudereien drehten sich noch immer um diesen Nachmittag und dass Veronika mit dem Adventsmarkt an der Hämelschenburg eine wirklich gute Wahl getroffen hatte.
Jürgen Müller
– Seniorenwart –