Am Samstag, den 07.04.2018 trafen sich 26 Teilnehmer am Bahnhof Lehrte, um mit dem Zug nach Minden zu fahren.
In Minden startete die Tour am Dom. Hier wurden wir von einer Stadtführerin empfangen, die uns auf sehr interessante Weise und kurzweilig die Geschichte Mindens vermittelt hat.
Wir erfuhren, dass Minden erstmals im Jahre 798 geschichtlich erwähnt und um 800 von Karl dem Großen das Bistum Minden gegründet wurde.

Als erstes besichtigten wir den über 1000-jährigen Dom, das Wahrzeichen der ehemaligen Bischofs-Stadt und dessen interessante Geschichte von der ersten Entstehung, den Zerstörungen und dem Wiederaufbau, vom Bischofssitz (heute katholisch) und späterer Festungsstadt. 1810 gehörte Minden zum Französischen Kaiserreich und wurde 1813 von den Preußen zurück erobert und die Festungsbauten verstärkt ausgebaut. 1873 wurde die Festung aufgehoben.
Bis zur Aufhebung der Festung konnte sich der Stadtkern nicht ausdehnen, es lebten nur ca. 45.000 Einwohner in Minden. Heute hat Minden 85.000 Einwohner.

Bei der historischen Stadtführung spazierten wir mit der Stadtführerin durch die verschiedenen Epochen der Geschichte. Wir begegneten Fachwerkbauten in der oberen Altstadt, preußischem Klassizismus und Weserrenaissance, dem Rathaus mit dem ältesten gotischen Laubengang Westfalens und vieles mehr.

Nach dem Stadtrundgang stärkten wir uns im Rats-Café mit warmen Speisen oder Kaffee und Kuchen. Dann folgte die 5-km lange Wanderung durch den Grüngürtel der ehemaligen Wallanlagen um den alten Stadtkern und durch den botanischen Garten. Hier konnte man so langsam den Frühling erahnen. Es blühten die Scilla, Buschwindröschen, Osterglocken und andere Frühblüher.

Der nächste Halt war im Biergarten an der Weser, wo wir uns mit kühlen Getränken versorgten. Das Wetter hatte es sehr gut mit uns gemeint. Die Sonne schien und die Laune war auch nach der Wanderung bei allen bestens. Wer wollte, konnte den am Ufer liegenden betriebsfähigen Nachbau einer alten Schiffsmühle besichtigen.

Der Rückweg von ca. 3 km erfolgte über die große Fußgängerbrücke, die sich über die Weser spannt, durch die Wesermasch und auf befestigten Feldwegen an der Bahn entlang zum Bahnhof.

Einige Wanderer hatten noch einen kurzen Abstecher zu dem „Fort C“ gemacht. Das Fort C ist als Teil der neupreußischen Bahnhofsbefestigung 1848 -1863 erhalten geblieben.

Werner Naehrig hat die Wanderung sehr gut geplant organisiert und durchgeführt. Wir bedanken uns und freuen uns auf die nächste Wanderung mit ihm.

Bericht: Irmtraut Balzer Fotos: Hans Lorenz