Hallo nochmal aus Neuseeland,

dass Zeit schnell vorüber geht wusste ich ja, dass sie aber mit Lichtgeschwindigkeit an mir vorbei rauscht hätte ich nicht gedacht. Ich weiß nicht wann das hier veröffentlicht wird und wie schnell ich mit diesem Eintrag fertig werde, aber jetzt gerade sind es noch genau vier Wochen bis zum Abflug in Auckland zurück nach Deutschland.

Ich dachte ich hätte mehr Zeit gehabt, weil sich neun Monate jetzt nicht nach wenig anhören, doch wenn ich jetzt zurückblicke, würde ich eher das Gegenteil behaupten.

Mein letzter Eintrag war so gegen Weihnachten, also nochmal einen „guten Rutsch“!!!

Seitdem ist mal wieder viel passiert. Anfang Januar bin ich mit meiner Familie nach Whangamata/ Coromandel gefahren. Ich erwarte von niemandem, diesen Ort zu kennen, aber ich würde es als kleines Surfparadies bezeichnen. Auf dem Weg dorthin, haben wir in Taupo angehalten und ich habe dort einen Bungee-Jump gemacht, den ich von meiner Familie zu Weihnachten bzw. Geburtstag bekommen hatte. Meine Großeltern haben in Whangamata eine so genannte „Patch“, das ist eine kleine Hütte am Wasser. Auf dem ganzen Grundstück ist nichts, bis auf das kleine Gebäude und eine Toilette. Wir haben rund um die Hütte verteilt in Zelten geschlafen. Der Strand war nicht weit weg und dort habe ich auch die meiste Zeit verbracht. Ich habe mir dort für drei oder vier Tage ein Surfboard ausgeliehen. Ansonsten bin ich mit dem Kajak gepaddelt, habe stand-up-paddling gemacht, habe geangelt, war wandern und bin Blowcard gefahren und vieles, vieles mehr.

Dann irgendwann hat auch für mich die Schule wieder angefangen. Dieses Jahr konnte ich mich für die PED-class anmelden. Dort lernen wir generelle Dinge über den Körper und Sport etc., alles sehr theoretisch. Gleichzeitig hat die ganze Klasse aber auch für den Triathlon letztes Wochenende trainiert. Das war der Hauptgrund, weshalb ich der Klasse beigetreten bin. Leider hat uns die Schule nicht erlaubt, ins Wasser zu gehen, weil der Pond in Napier verseucht ist. Jedenfalls gibt es dort im Wasser ein paar aggressive Bakterien. Also haben wir stattdessen einen Duathlon gemacht (5km laufen; 21km Rad; 2km laufen) Das war mein erster und vermutlich auch mein letzter Duathlon. Triathlon macht einfach mehr Spaß J!!!

Es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht, nach neun Monaten mal wieder einen Wettkampf zu machen.

Ansonsten habe ich mich noch im 3000 m Lauf in der Leichtathletik versucht, aber ich würde 15000 m vorziehen;-). Mit dem Hochsprung und Kugelstoßen habe ich es dann auch relativ schnell wieder sein gelassen.

Wir hatten diesen Monat auch den alljährlichen „Athletics Day“ in der Schule. Alle Schüler sind in vier verschiedene Häuser aufgeteilt, und diese treten bei solchen Events gegeneinander an (wie bei Harry Potter). Das ist eigentlich ziemlich lustig und am Ende des Jahres gewinnt das Siegerhaus das sogenannte „Patu“.

Zu Beginn des Jahres habe ich auch an dem Year-13-Camp teilgenommen. Da es für die meisten das letzte Schuljahr ist, sollte man als einer der ältesten Schüler an der Schule ein gutes Vorbild abgeben. Man lernt mehr über Zusammenhalt, Teamarbeit, Verantwortung und Leadership etc. Das Camp war über zwei Tage und hat mit vielen Spielen und Challenges viel Spaß gemacht.

Ich habe weiterhin versucht mein Schwimmtraining im Schulpool durchzukriegen, weil das Schwimmbad in der Stadt wegen eines Chlorlecks bis Anfang nächster Saison geschlossen ist. Der Pool ist aber die meiste Zeit leider auch geschlossen.

Vor einer Woche habe ich mit meiner Geography-class einen Trip nach Tongario gemacht. Das ist ein volkreiches Gebiet mit vielen unterschiedlichen Vegetationen. Dort haben wir bei einem Tongario-Crossing einen der Vulkane bestiegen und die Smaragd-Pools gesehen. Die Wanderung an sich dauert in etwa 7-8 Stunden und den ganzen Weg wieder runter zu laufen war fast noch anstrengender als rauf. An sich waren wir drei Tage unterwegs.

Ich werde, wenn ich in einem Monat zurück bin, nochmal einen Abschlussbericht zu dem ganzen Austausch verfassen. Ich denke das ist eine gute Idee, um das ganze abzuschließen.

 

See you later auf ein baldiges Wiedersehen!
Euer Nils